Passgenaue Führung für Familienunternehmen

Die Besetzung von Top-Führungspositionen in Familienunternehmen ist eine besondere Herausforderung: Da sie selten allein aus der Familie heraus besetzt werden können, sind die Unternehmen auf Spitzenkräfte von außen angewiesen. Die Suche nach externem Führungspersonal ist allerdings kein leichtes Unterfangen.

Damit Unternehmerfamilien in dieser komplexen Gemengelage zielsicher passendes Führungspersonal finden, auswählen und integrieren können, haben Marc Konieczny und Marc Viebahn das Sinfonie-Konzept entwickelt. Mithilfe von sieben Erfolgsfaktoren werden die nötigen Rahmenbedingungen für eine langfristige Zusammenarbeit sichergestellt und die Führungskraft ermittelt, dem die Inhaber das eigene Lebenswerk anvertrauen können. So wird aus »Fremdmanagement« das, was einem Familienmitglied am nächsten kommt: »Wahlmanagement«.

In jedem Kapitel illustriert das fiktive Fallbeispiel des Vollblutunternehmers Thomas Pohlmann das Sinfonie-Konzept: Der Unternehmer in zweiter Generation plant die Übergabe der Unternehmensleitung an einen familienexternen Geschäftsführer.1 Und da sich der Erfolg erst in der Zukunft beweist, wird Pohlmann von seinen ersten Überlegungen bis dorthin begleitet. Dabei werden mögliche kritische Situationen nicht ausgespart.

“Ich freue mich, gemeinsam mit meinem Team aus Wahlmanagern die Zukunft von Kaldewei gestalten zu können.”

Franz Kaldewei

Geschäftsführender Gesellschafter der Franz Kaldewei GmbH & Co. KG

“Mit dem Sinfonie-Konzept und dem neuen Begriff »Wahlmanagement« schließt das Buch eine Lücke in der Managementliteratur.”

Astrid Hamker

Unternehmerin, Aufsichtsrätin und Beirätin in Familienunternehmen

“Wahlmanagement: So funktioniert erfolgreiche Nachwuchsplanung und zukunftsfähige Führung!”

Prof. Dr. Hanns-Peter Knaebel

CEO Familienunternehmen

Die Autoren

Uns eint nicht nur die Liebe zum Jazz. Wir sind beide Geschäftsführende Gesellschafter von Interconsilium, der seit über 40 Jahren führenden Personalberatung für die Besetzung von Top-Positionen in Familienunternehmen, Beiräten und Family Offices. .

Zudem sind wir Gründer der Stewardship-Gesellschaft, der ersten Plattform für familienexterne Top-Führungskräfte aus Familien- und Stiftungsunternehmen. Hier haben wir zusammen mit Top-Managern und Aufsichtsräten den »Kodex der Unternehmensleitung« entwickelt.

Unsere persönlichen Erfahrungen als Autoren von »Wahlmanagement gewinnt« teilen wir gerne in diesem kurzen Video mit Ihnen.

Ein Blick in das Buch

Die folgenden YouTube-Videos zu dem zentralen Sinfonie-Konzept sowie exemplarischen Erfolgsfaktoren und Modellen können Sie sich in dem Buch mithilfe unserer Partner-App snoopstar als Augmented-Reality-Anwendung ansehen.

Das Sinfonie-Konzept

Unser Gesamtkonzept betrachtet erstmalig alle relevanten Themen und Schritte aus Unternehmersicht: von der Vorbereitung auf Unternehmens- und Familienseite über den Suchprozess an sich bis weit in die spätere tägliche Praxis hinein.

Dabei steht das Bild der Sinfonie für ein harmonisch aufeinander abgestimmtes Zusammenspiel verschiedener Elemente. Ähnlich wie die Instrumente, die Musiker und die Partitur durch den Dirigenten bestmöglich harmonieren, werden bei einer erfolgreichen Besetzung mehrere Faktoren sorgsam aufeinander abgestimmt.2

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Die sieben Erfolgsfaktoren

Das Sinfonie-Konzept beschreibt sowohl die erfolgskritischen familiären als auch die kandidatenbezogenen Faktoren: Rollen und Regeln, Kompetenz, Leadership, Charakter, Chemie, Prozess und Begleitung. Von den sieben Erfolgsfaktoren bezieht sich der Faktor Rollen und Regeln auf die Ebene der Unternehmerfamilie und des Familienunternehmens, die Faktoren Leadership, Kompetenz und Charakter hingegen direkt auf den Wahlmanager.

In der Mitte des Konzepts befindet sich die zwischenmenschliche Chemie, denn erst die passende Chemie zwischen Familie und Führungskraft macht Management zum Wahlmanagement.2

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Die Family Business-SWOT

Um in der Suche zielgerichtet vorangehen zu können, hat es sich bewährt, dass die Verantwortlichen gemeinsam die gewünschten Kompetenzen aus der Unternehmenssituation und -strategie ableiten. Wir stellen hier eine Methode vor: die Family Business-SWOT.3

Auf die so abgestimmten Inhalte und Strukturen greifen Beirat und Gesellschafter später nicht nur bei der Formulierung eines Anforderungsprofils und der initialen Auswahl potenzieller Kandidaten zurück. Diese komprimierten Informationen unterstützen auch in dem Gespräch mit einem Top-Kandidaten, wenn es darum geht, das Unternehmen überzeugend darzustellen und den Interessenten zu motivieren.

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Das Leadership

Ein Unternehmen muss sich ständig an die sich verändernde Umgebung anpassen. Immer wieder entstehen neue Konflikte, Krisen und Abweichungen. All dies macht Entscheidungen notwendig. Genau dazu braucht man Führung.

Führung bezieht sich im Kontext von Familienunternehmen einerseits auf die Führungspersönlichkeit selbst und andererseits auf das Unternehmen. Wichtig ist hier, was aus der Unternehmerperspektive im Auswahlprozess von Top-Kandidaten von Relevanz ist. Erst das optimale Zusammenspiel von Weitsicht, Umsetzungsstärke und Führung im engeren Sinne führt zu anspruchsvollen Ergebnissen.

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Der Charakter

Aufgrund der engen Verzahnung von Unternehmen und Eigentümern brauchen die Führungskräfte besondere Charakterzüge, um in Familienunternehmen erfolgreich zu wirken: Intelligenz, Initiative und Integrität.

Warren Buffett beschrieb es einmal so: »Wir suchen drei Dinge in den Personen, die wir einstellen. Wir suchen Intelligenz, wir suchen Initiative oder Energie und wir suchen Integrität. Und wenn die Personen das Letztgenannte nicht haben, werden dich die beiden Erstgenannten umbringen. Wenn du jemanden ohne Integrität bekommst, dann möchtest du, dass er dumm und faul ist.«

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Die Chemie

Erst die passende Chemie zwischen Familie und Führungskraft macht Management zum Wahlmanagement. Sie ist die ausschlaggebende Größe für den späteren Erfolg. Ohne sie kann es keinen langfristigen Erfolg einer familienexternen Geschäftsführung geben. Nur mit ihr verbinden sich die weiteren Erfolgsfaktoren langfristig miteinander. 4

Für die zwischenmenschliche Chemie sind die verborgenen und hintergründigen Bereiche Werte, Ziele und Habitus besonders relevant.

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Das Anforderungsmodell

Ein gutes Bild eines Kandidaten kann nur entstehen, wenn neben den Bereichen Kompetenz, Leadership, Charakter und Chemie quasi als Input-Faktoren auch die Erfolgsbilanz als nachweisbarer Output der Person (und ihres Teams) überzeugt. Dabei steht der Erfolg nicht über allen anderen Anforderungen. Vielmehr sollten die vier Input-Faktoren gegeben sein und dann der Erfolg hinzukommen. Anderenfalls könnte es »nur« Glück gewesen sein, der zum Erfolg verhalf.

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Die Schweizer-Käse-Strategie

Vom Interview bis zum Persönlichkeitstest haben alle Auswahlmethoden Stärken und Schwächen. Es wäre fahrlässig, diese Komplexität zu ignorieren und nur eine Methode zur Entscheidung heranzuziehen.5

Ein Lebenslauf allein lässt nur eine sehr beschränkte Aussage über den Charakter zu. In einem Interview gewinnt man erste tiefere Erkenntnisse zur Person und eine Idee von dem »roten Faden«. Ein Persönlichkeitstest erlaubt einen weiteren Blick auf den Charakter. Aussagekraft hat nur die richtige Mischung aus komplementären Methoden und Personen.

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Weitere Informationen

Zusammenfassungen ausgesuchter Themen, die wir in dem Buch ausführlich behandeln.

Anmerkungen

1 Die Begriffe Wahlmanager, Geschäftsführer, Vorstand et cetera stehen hier und in unserem Buch für die entsprechende Funktion und Position. Hier sind ausdrücklich immer alle Geschlechter gemeint. Im Sinne einer leichteren Lesbarkeit verzichten wir auf die explizite Nennung der Geschlechter, selbstverständlich ohne damit eine Seite benachteiligen zu wollen.

2 Die Illustration für das Sinfonie-Konzept und die sieben Erfolgsfaktoren stammt von Moritz Blumentritt/Studio Rabotti, Düsseldorf.

3 Die Family Business-SWOT stammt von Birgit Felden: Felden, Birgit (2013): Family Business-SWOT und Family Business-MAP, Betriebswirtschaft im Blickpunkt, Ausg. 1.2013, S. 11–18.

4 Das Inselmodell stammt von Vera Birkenbihl: Birkenbihl, Vera F. (2001): Erfolgstraining. Schaffen Sie sich Ihre Wirklichkeit selbst!, 12. Auflage, mvg Verlag, Landsberg (Lech).

5 Das Schweizer-Käse-Modell stammt von der New York Times: New York Times (2020): The Swiss Cheese Model of Pandemic Defence, 5.12.2020, https://www.nytimes.com/2020/12/05/health/coronavirus-swiss-cheese-infection-mackay.html

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